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DI DR. KURT HOFSTÄTTER, MBA ist Mitglied des Vorstands und Leiter der Division Digital Factory bei der Siemens AG Österreich. Die Division Digital Factoryunterstützt produzierende Unternehmen auf der ganzen Welt dabei, Flexibilität und Effizienz ihrer Fertigungsprozesse zu steigern und neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

IM INTERVIEW: KURT HOFSTÄDTER, SIEMENS AG AUSTRIA

Dienstag, der 21. April 2015

WELCHE TRENDS ZEIGEN SICH DERZEIT IN DER INDUSTRIE?

Generell wirkt das Internet als enormer Beschleuniger von Geschäftsprozessen und revolutioniert das globale Geschäftsgeschehen. Es erlaubt Unternehmen nicht nur enger und schneller mit ihren Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten, sondern versetzt sie auch in die Lage, direkt mit Endkunden zu kommunizieren und sehr schnell auf ihre spezifischen Wünsche einzugehen. Der Trend geht in Richtung individualisierte Massenproduktion. Für produzierende Unternehmen bedeutet das, dass sie ihre Durchlaufzeiten drastisch reduzieren und ihre Flexibilität massiv erhöhen müssen. Rohstoff- und Energieverbrauch müssen dabei ständig reduziert werden.
Das alles ist durchaus eine Herausforderung.

WIE BEGEGNET DIE INDUSTRIE DER GEFORDERTEN EFFIZIENZSTEIGERUNG UND BESCHLEUNIGUNG?

Durch Digitalisierung. Denn die Anforderungen, die sich mit der fortschreitenden Entwicklung der Internetökonomie ergeben, sind mit einer ausschließlichen Fokussierung auf Automatisierung nicht mehr zu erfüllen. Die Digitalisierung eröffnet produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen. Wir sprechen hier von einer neuen Ära in der Industrieproduktion, von Industrie 4.0.

WENN EIN UNTERNEHMEN HEUTE DEN WEG HIN ZU INDUSTRIE 4.0 EINSCHLÄGT, HAT DAS UNMITTELBARE AUSWIRKUNGEN AUF SEINE EFFIZIENZ?

Ja natürlich! Wer schon heute die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt, kann seine Produktivität steigern, die Kosten senken, die Fehlerquote verringern und die “time to market” um bis zu 50 Prozent verringern.

KLINGT TOLL! GIBT ES EINFACHE LÖSUNGEN, DIE FÜR ALLE PASSEN?

Nein. Industrie 4.0 Lösungen werden je nach Industrie, ja sogar je nach Unternehmen unterschiedlich sein und immer die jeweilige geschäftliche Situation und IT-technischen Voraussetzungen berücksichtigen.

WO LIEGEN DIE WESENTLICHEN SCHWERPUNKTE BEI DER UMSETZUNG?

Es geht zum einen um die horizontale Integration des gesamten Wertschöpfungsprozesses durch eine entsprechende IT-technische Unterstützung. Darüber hinaus müssen alle Engineering Tools entlang der gesamten Wertschöpfungskette integriert werden.
Und natürlich müssen auch die Produktionsprozesse vernetzt und vertikal integriert werden.

WAS MACHT SIEMENS IN BEZUG AUF DIE DIGITALISIERUNG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE?

Einen Großteil seiner Investitionen der letzten 15 Jahre hat Siemens in den Auf- und Ausbau seines Softwareportfolios investiert, das dazu dient, die gesamte industrielle Wertschöpfung von der Produktdefinition bis zum After Sales Service zu unterstützen. Die Software Suite, an deren Ausbau und Integration weiterhin mit Nachdruck gearbeitet wird, heißt „Digital Enterprise Software Suite”. Sie bietet bereits heute das Grundgerüst an Software, das Unternehmen, die in der Internet-Industrie mithalten wollen, benötigen. Der Anfang und die Basis eines digitalen Unternehmens ist ein gemeinsames Datenhaltungs- und Datenmanagementsystem. Mit „Teamcenter“, dem am Markt führenden Softwareprodukt für Datenmanagement von Siemens PLM Software, bietet Siemens seinen Kunden hier ein langfristig sicheres Fundament für alle folgenden Softwareinvestitionen.

WELCHE ROLLE HAT DER MENSCH IN DER HOCH EFFIZIENTEN PRODUKTIONSUMGEBUNG DER DIGITALEN FABRIK?

Auch die Fabrik der Zukunft wird nicht ohne Menschen auskommen. Die Bedeutung des Menschen wird sogar zunehmen: Im kreativen Bereich der Produktentstehung bleibt die menschliche Intelligenz ohnehin unverzichtbar. Aber auch auf operativer Ebene werden Arbeitnehmer weiter eine zentrale Rolle spielen, allerdings eher als Steuerer, kreative Planer und Überwacher.

DI DR. KURT HOFSTÄTTER, MBA ist Mitglied des Vorstands und Leiter der Division Digital Factory bei der Siemens AG Österreich. Die Division Digital Factoryunterstützt produzierende Unternehmen auf der ganzen Welt dabei, Flexibilität und Effizienz ihrer Fertigungsprozesse zu steigern und neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

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