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ŞEREF ÖZKURT ist Consultant bei Syngroup – the Efficiency Consultants. Die Tätigkeitsschwerpunkte des gebürtigen Türken sind KVP/Kaizen, Produktivitätssteigerung, Ergebnisverbesserung und Kostensenkung.

WISSEN SCHAFFT KOMPETENZ

Mittwoch, der 6. Januar 2016

Kompetente Mitarbeiter gelten zurecht als maßgeblicher Faktor einer effizienten Unternehmensperformance. Sie garantieren Wettbewerbsvorteile und tragen dazu bei, die Organisation über die gesamte Supply Chain hinweg straff halten zu können. Mit anderen Worten: Sie sind der Schlüssel zur Effizienz, egal in welchem Land.

In Ländern wie der Türkei stellt der Arbeitsmarkt Unternehmen diesbezüglich vor einige Herausforderungen. Wer in aufstrebenden Schwellenländern tätig ist, oder vor hat, Produktionsstandorte dorthin zu verlegen, weiß, qualifizierte Mitarbeiter sind Mangelware.

Abhilfe sollen daher interne Schulungen sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme für Mitarbeiter schaffen, wie sie mittlerweile in fast allen größeren Unternehmen in unterschiedlicher Form etabliert wurden.

Doch gerade das Beispiel Türkei zeigt, wie schwierig es sein kann, derartige Schulungskonzepte in die Praxis umzusetzen. Zum einen fehlt es an spezialisierten Fachkräften, zum anderen hinkt das allgemeine Ausbildungsniveau gerade in Lehrberufen mitteleuropäischen Standards hinterher. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass das Ausgangslevel schlicht ein anderes ist. Aus dem Mund eines Produktionsleiter vor Ort: „Bei aller berechtigten Kritik daran, was hier noch besser laufen könnte – wir dürfen nicht vergessen, dass manche der Leute, die heute millionenteure Maschinen bedienen, vor ein paar Jahren noch als Tomatenpflücker gearbeitet haben!“

Wohl mit ein Grund, warum ambitionierte Ausbildungsprojekte beim Versuch mitteleuropäische best practice Standards auf den türkischen Standort zu übertragen, oft scheitern. Eins zu eins lassen sich die Vorgaben des Mutterunternehmens nicht umsetzen. Ein Irrtum, der Schulungen nutzlos macht und eine Ressourcenverschwendung darstellt, wenn in der Wissensvermittlung wenig hängen bleibt und teure Investitionen nicht den gewünschten Ertrag bringen.

Wie kann man dieser Herausforderung zielgerecht begegnen? Mit einer klar definierten Abfolge an Maßnahmen, an deren Anfang die Struktur steht: Welche Schlüsselkompetenzen haben unmittelbaren Einfluss auf die Effizienzsteigerung? Welche Themen müssen vorrangig behandelt werden? Sicherheit und eine korrekte Datenerfassung sind zweifelsohne wichtig, stehen aber nicht an erster Stelle. Eine Qualifikationsmatrix darf im ersten Schritt nicht zu tief in die Details gehen und muss den richtigen Maßnahmenmix bieten.

Zweiter Schritt: verständliche und praxisgerechte Unterlagen. Komplexe Abläufe in noch komplexeren Formulierungen, Powerpoint-Folien und Anweisungen zu beschreiben, ist weder zielführend noch zielgruppengerecht. Gerade bei der Schulung von Produktionspersonal darf auch ein Faktor nicht außer Acht gelassen werden: Wer bereits einen ganzen Tag voll körperlicher Arbeit hinter sich hat, wird aus einer stundenlangen Lehrveranstaltung wenig mitnehmen können. Schulungen sollten daher nach Möglichkeit dort stattfinden, wo das Wissen auch gleich in die Tat umgesetzt werden kann. Beim Training am Shopfloor wird praxisbezogen unterrichtet und mittels bebilderter, klarer Anleitungen kann erfolgreich vermittelt werden, was bei jedem Handgriff zu tun ist. Die Mitarbeiter selbst ausprobieren zu lassen, hilft Gelerntes zu festigen.

Und schließlich noch ein Punkt, dessen Wichtigkeit von immer mehr Unternehmen erkannt wird: Die sprachliche, kulturelle und soziale Vielfalt der Mitarbeiter stellt einen ungeheuren Mehrwert für ein Unternehmen dar. Mehr Kompetenz entsteht daraus aber erst, wenn diesem breiten Spektrum unterschiedlicher Mentalitäten und Sprachen auch professionell begegnet wird. Dolmetscher alleine genügen hier in der Regel nicht.

Kompetenz lässt sich nicht verordnen. Aber mithilfe strukturierter Maßnahmenkataloge lassen sich auch in Ländern wie der Türkei europäische Standards erfolgreich etablieren. Die Kombination der genannten Maßnahmen macht es möglich, dass Mitarbeiter an Effizienzsteigerungsprojekten motiviert mitarbeiten und deren Ergebnisse auch nachhaltig anzuwenden wissen.

ŞEREF ÖZKURT ist Consultant bei Syngroup – the Efficiency Consultants. Die Tätigkeitsschwerpunkte des gebürtigen Türken sind KVP/Kaizen, Produktivitätssteigerung, Ergebnisverbesserung und Kostensenkung.

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