Interview – 01. Jul 2019
MIR GEFÄLLT DIE NACHHALTIGKEIT IN UNSERER ARBEIT.
Herr Neumüller, darf ich Sie fragen, was Sie studiert haben? Und würden Sie heute etwas anderes machen?

Nein. Wenn ich heute nochmal anfangen müsste, würde ich genau das Gleiche wieder machen. An der TU Wien habe ich technische Mathematik bis zum Bachelor studiert, bin dann nach Stockholm und habe dort an der Technischen Uni angewandte und Computer-Mathematik abgeschlossen. Dann habe ich mich auf das numerische Lösen von partiellen Differentialgleichungen spezialisiert, Strömungssimulationen gemacht und bin dann auch ein bisschen ins Thema Windenergie gekippt.

Ich vermute, Mathematik war wohl nie Ihr Angstfach.

Nein (lacht), ich habe Mathematik immer wahnsinnig gerne gehabt, dass ich es aber auch studieren würde, war mir nicht unbedingt klar. Ich bin nur durch einen lustigen Zufall zum Mathematikstudium gekommen. Aber ich würde es heute wieder so machen.

Würden Sie sagen, dass Sie der geborene Consulter sind? Was reizt Sie an der Branche?

Ich weiß nicht, ob ich der geborene Consulter bin. Aber was mich antreibt, ist, neue Lösungen zu finden. Mich fasziniert Innovation, die Dinge immer weiterentwickeln, sich nie auf einem Status quo ausruhen. Irgendetwas kann man immer noch verbessern, irgendwo kann man eine neue Lösung finden. Ich denke, das ist genau das, was mich als Berater auszeichnet: der unbedingte Wille, immer alles zu verbessern und neue Lösungen zu finden.

Und warum sind Sie bei der Syngroup gelandet? Was hat Sie überzeugt?

Zur Syngroup bin ich durch einen Freund gekommen. Mich hat einerseits das Thematische interessiert, dass die Syngroup eine Industrieberatung mit dem Schwerpunkt erzeugende Industrie ist. Andererseits gefällt mir die Nachhaltigkeit in der Arbeit besonders gut. Wir gehen zu einem Kunden und arbeiten uns durch alle Ebenen, um das Problem zu verstehen, vom Maschinenführer bis zum Packer auf den Maschinen. Zuerst versuchen wir mit allen, das Problem greifbar zu machen, dann aber auch alle in den Lösungsprozess einzubeziehen. Und wenn wir dann die Lösung gefunden haben, muss diese in einem zweiten Schritt implementiert werden. Das ist Knochenarbeit: Immer wieder hingehen, sich mit den verantwortlichen Personen hinstellen, immer wieder sagen, lasst uns das gemeinsam machen und dann genau schauen, dass es auch wirklich passiert, es Schritt für Schritt umsetzen. Natürlich steckt da der Teufel oft im Detail. Man muss viele Anpassungen machen, aber Nachbetreuung heißt dann nicht, einfach hingehen und sagen, so, hier ist unsere Power-Point, macht’s das jetzt. Es geht darum, zu sagen: Wir haben eine Lösung. Und die setzen wir jetzt mit euch um. Von der inhaltlichen Ausrichtung her gefällt mir das an der Syngroup am besten.

Ist das auch der Punkt, an dem sich die Syngroup von anderen Consultern abhebt?

Gut, ich war noch in keiner anderen Beratung. Um ehrlich zu sein, hat es mich während meines Studiums da auch nicht hingezogen. Weil Berater schon den Ruf hatten, das Blaue vom Himmel zu erzählen, eine Power-Point abzuwerfen, aber sich beim nachhaltigen Umsetzen einer Lösung aus dem Staub zu machen. Die schieben die Verantwortung ab. Wo hingegen wir – weil wir in dem Prozess wirklich tief drinnen sind und unser Produkt ganz konkret auch die Umsetzung umfasst – eine viel höhere Verantwortung als der typische Berater sonst wotragen.Wir müssen nicht nur von unseren Konzepten überzeugt sein, sondern vor allem von der Umsetzbarkeit der Implementierung.

Georg Neumüller, Senior Consultant
Welche Erwartungen haben Sie jetzt an die Syngroup? Wie soll es weitergehen?

Ich glaube, dass sich weiterhin sehr viel im Bereich Digitalisierung tun wird. Sei es im Bereich der Datenanalysen, im Bereich der Automatisierung, bei neuen Vertriebswegen und so weiter. An allen Ecken und Enden tut sich was. Ich denke, dass es für eine sehr schlagkräftige Industrieberatung, wie wir es sind, enorm wichtig ist, im richtigen Maß auf diesen Zug aufzuspringen und dabei zu bleiben.

An der Spitze der Entwicklung zu surfen.

Genau. Natürlich ist es immer eine Gratwanderung zwischen dem, was gerade ein heißes Thema an den Unis oder bei Forschungsinstituten ist, und dem, was davon relevant ist für den Kunden. Und da müssen wir dann auch die Entscheidung treffen.

Jetzt zu etwas anderem, zum schönen Wort: Work-Life-Balance. Wie gehen Sie mit Stress um? Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Mir geht es eigentlich gut. Dadurch, dass ich viel konzeptionell arbeite, bin ich auch viel in Wien. Meine Freundin lebt in Deutschland, da hilft mir die Syngroup sehr, dass sich das vereinen lässt. Insofern bin ich hier sehr, sehr gut aufgehoben. Und in meiner Freizeit spiel‘ ich Fußball einmal die Woche, am Wochenende gehe ich wandern. Also, was meine Arbeitszeiten betrifft, ist das handlebar.

Gibt es einen Bereich, in dem sie die Welt verändern möchten, und wenn ja, wie sehen Sie die Chancen dazu?

(Überlegt lange) Die großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit heute steht, sind Digitalisierung und Umweltproblematik. Also die Umwelt werden wir hier nicht retten, aber im Bereich der Digitalisierung entwickeln wir Systeme, die den Menschen unterstützen und die Arbeit leichter machen, ohne dabei aber den Menschen komplett zu ersetzen. Es geht darum, Systeme zu schaffen, die uns so gut wie möglich zuarbeiten und unsere Entscheidungsfindung unterstützen. Und ich glaube, dass wir das in unserer Arbeit durch neue Lösungen, spezielle Softwareanwendungen et cetera erreichen können.

Es gibt auch sinnvolle Wechselwirkungen von Digitalisierung und Umweltschutz.

Sicher, zum Thema Umwelt retten: Wir werden hier keine neuartigen Batterien entwickeln oder neue alternative Enrgiequellen erschließen, aber wir arbeiten mit vielen Kunden daran, den Energieaufwand zu senken, die Transporte zu reduzieren. Das ist ein großes Projekt für mich. Unterm Strich, wenn ich 20, 30 Prozent Energiekosten einsparen kann, dann kommt das natürlich auch der Energiebilanz und damit der Umwelt zugute.

Effizienz hilft – auch – der Umwelt.

Ja. Digitale Lösungen oder – smarte Lösungen – sind immer auch umweltfreundliche Lösungen.

Ich wünsche mir von Syngroup:

Spannende Herausforderungen.

Beraterleben bedeutet:

Ständig Dinge zu verbessern, Innovation.

Die wichtigste Eigenschaft eines guten Beraters/einer guten Beraterin ist:

Zuhören und Probleme lösen.

Meine größte Stärke ist:

Innovation.

Meine Kollegen schätzen an mir vor allem:

Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Kompetenz.

Das Spannendste an internationalen Projekten ist:

Andere Länder, andere Kulturen.

Der Syngroup-Claim „The Efficiency Consultants“ ist für mich:

Mittlerweile fast zu klein gefasst. – Für das, was wir anbieten.