Interview – 14. Aug 2019
SICH DIE NÄCHTE UM DIE OHREN SCHLAGEN? DAS IST KEIN MAßSTAB FÜR EINEN GUTEN BERATER.
Herr Tys, darf ich Sie fragen, was Sie studiert haben? Und würden Sie sich heute für etwas anderes entscheiden?

Gute Frage. Studiert habe ich Betriebswirtschaft. Zweimal sogar, in Lemberg, in der Ukraine, wo ich aufgewachsen bin, und an der Uni Passau. Etwas anderes würde ich auch heute nicht studieren. Das hat sich als das Richtige herauskristallisiert. Nichtsdestotrotz hatte ich als Kind davon geträumt, Fußballer zu werden. (lacht)

Und glauben Sie, hätten Sie eine Chance gehabt zu reüssieren?

Ich denke schon, unbescheidener Weise. Aber ich habe mich anders entschieden.

Für Ihre Karriere war diese Entscheidung sicherlich kein Nachteil.

So ist es.

Was haben Sie denn vor der Syngroup gemacht? Wo haben Sie gearbeitet?

Ich war seit dem Ende des Studiums immer als Berater im Einsatz, einige Jahre in Deutschland. Dann habe ich auch einmal die Seite gewechselt und war auf Kundenseite bei Konzernen tätig. Zuletzt wollte ich wieder zurück ins Consulting  – und bin dann zur Syngroup gekommen.

Was hat Sie denn letztlich so gereizt am Beraterleben, dass Sie wieder zurückgekommen sind?

Wenn man einmal Blut geleckt hat in der Branche, diesen Drive in der Projektarbeit erlebt hat – ich wüsste nicht, wo das in dieser Intensität sonst noch der Fall wäre. Für mich ist der Job eines Consulters einmalig: Man kommt sehr viel herum, muss sich den unterschiedlichsten Aufgaben in allen Hierarchieebenen stellen – bis hinauf in die Konzernleitung. Und man kann innerhalb kurzer Zeit relativ viel bewegen. Dieses „Privileg“ durfte ich schon als junger Mann kennenlernen. Das hat mich geprägt.

Rostyslav Tys, Senior Manager
Und warum ist es dann letztlich die Syngroup geworden? Was - oder wer - hat Sie überzeugt?

Syngroup hatte – und hat – nun mal einen sehr guten Ruf am Markt. Zum einen war die geringe Fluktuation im Vergleich zu anderen Beratungen ein wichtiger Aspekt, zum anderen fand ich die gute Atmosphäre in der Firma ansprechend. Das ist keine Ellbogengesellschaft, das wusste man am Markt. Und das hat sich auch bestätigt. Andererseits ist Syngroup wirklich sehr aktiv im CEE-Raum. Hier ist das nicht nur ein Slogan, den sich viele auf die Fahnen schreiben.

Wenn Sie Ihre Erwartungen am Beginn Ihrer Tätigkeit bei Syngroup mit den Erwartungen, die Sie jetzt haben, vergleichen: Wie unterscheiden sich die? Wie soll es weitergehen?

Das habe ich ehrlich gesagt noch wenig reflektiert bislang. Nachdem der Job in der Beratung für mich ja kein Neuland war, habe ich im Großen und Ganzen gewusst, wie es läuft: sehr spannend, aber auch extrem fordernd, intensiv und dementsprechend anstrengend. Jedenfalls hat sich alles, was ich vorher über die Syngroup gehört habe, bestätigt.

Was ich mir von der Zukunft erwarte? Ich denke, es geht für mich jetzt eher darum, die Firma mitgestalten und weiterentwickeln zu dürfen.

Sie sprechen viele Sprachen. Erzählen Sie bitte, wie es dazu gekommen ist.

Naja, viele ist relativ. Bei mir ist da die Messlatte etwas anders. Ich spreche fünf Sprachen: Deutsch, Englisch natürlich, Ukrainisch, Polnisch und Russisch. Das haben wir damals lernen müssen zu sowjetischen Zeiten. Diese fünf Sprachen kann ich, aber ich hatte in Passau mit Jungs und Mädchen studiert, die acht oder zehn Sprachen konnten. Das ist nochmal eine ganz andere Nummer. Da bin ich sehr bescheiden.

Verstehe. Anderes Thema: Work-Life-Balance. Der fordernde Job, die vielen Auslandsaufenthalte, die Familie. Wie kriegen Sie das hin?

Das ist eine Kunst für sich. Ich habe zwei Kinder. Die Familie kommt etwas zu kurz, das muss man leider sagen. Außerdem führe ich ein aktives gemeinnütziges Leben. Ich engagiere mich recht intensiv in der ukrainischen Community in Wien – bei einer  60/70-Stunden-Arbeitswoche sollte eigentlich keine Zeit mehr für so etwas sein. Aber trotzdem.

Doch es gibt hier zwei Seiten der Medaille: Im Gegensatz zu anderen bekannten Beratungsunternehmen wird bei der Syngroup nicht erwartet, dass man sich die Nächte um die Ohren schlägt. Hier ist das kein Maßstab dafür, ein guter Berater zu sein. Das sagen wir auch allen jungen Kollegen immer wieder.

Ich wünsche mir von Syngroup:

Deutlich größer zu werden als derzeit.

Beraterleben bedeutet:

Viel Spaß, aber auch Anstrengung.

Die wichtigste Eigenschaft eines guten Beraters/einer guten Beraterin ist:

Vielseitig zu sein.

Einen guten Kunden zeichnet vor allem eines aus:

Die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis.

Meine größte Stärke ist:

Das Veränderungs-Management.

Meine Kollegen schätzen an mir vor allem:

Das sollte man die Kollegen fragen

Das Spannendste an internationalen Projekten ist:

Noch mal die Vielfalt.

Der Syngroup-Claim „The Efficiency Consultants“ ist für mich:

Effizientes Arbeiten in vielerlei Hinsicht.