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MARKUS HACKSTEIN ist Senior Manager bei Syngroup – The Efficiency Consultants. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören Fortbestehensprognosen, Restrukturierungen, Sanierungen und Effizienzsteigerungen in direkten und indirekten Bereichen.

DIE KRISE MIT DER FORTBESTEHENSPROGNOSE

Mittwoch, der 18. Februar 2015

Unternehmenskrisen entstehen nicht über Nacht, sie entwickeln sich allmählich. Und werden doch meist erst als solche erkannt, wenn der Liquiditätsengpass virulent wird.

Bis dahin ignorieren jedoch nicht nur Eigentümer und Geschäftsführer anstehende
Probleme. Auch auf Bankenseite bleiben viele Engagements trotz gelber Warnlichter zu lange auf Performing. Und die schleichende Ergebnisverschlechterung wird als plötzlich eingetretener Problemfall wahrgenommen. Die Bank hat sich somit durch ihr Zuwarten selbst aller Handlungsoptionen beraubt. Denn jetzt muss von Gesetz wegen eine Fortbestehensprognose erstellt werden, um Sanierungsfähig- und -würdigkeit zu prüfen.

Dabei muss über weitreichende Einschnitte diskutiert werden. Oft mit Verantwortlichen, die den Umfang der Krise nicht wahrhaben wollen. Oder die Notwendigkeit radikaler Einschnitte nicht einsehen. Ein Grund hierfür mag in der Befürchtung liegen, das eigene Image könnte Schaden nehmen. Gleichzeitig sinkt mit der Erstellung der Fortbestehensprognose die Bankability des Unternehmens. Kein anderes Kreditinstitut ist nunmehr zu einer Umschuldung bereit. Das Risiko sinkt aber nicht durch die Prognose, sondern erst, wenn notwendige Maßnahmen umgesetzt werden und zu greifen beginnen.

Beim Erstellen der Prognose muss der Berater über die Erfolgswahrscheinlichkeit von Maßnahmen urteilen, die meist erst im Ideenstadium vorliegen. Daher werden Bedingungen formuliert, die es für eine positive Fortbestehensprognose zu erfüllen gilt. Die Banken macht das nicht glücklich. Sie drängen darauf, digital, auf Basis einer Option entscheiden zu können: positiv oder negativ.

Fällt die Entscheidung positiv aus, ist die Fortbestehensprognose für den Unternehmer ein reiner Formalakt. Und da jetzt ja wieder alles gut ist, geht es weiter wie zuvor: Sanierungsmaßnahmen werden eher halbherzig betrieben. Zeigt der Daumen aber nach unten, bedeutet das das abrupte Ende des Unternehmens. Die Wertvernichtung beginnt. Beides keine guten Optionen.

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, heißt es rechtzeitig die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Banken müssen ihre Frühwarnsysteme nicht nur ausbauen, sondern sich auch selbst strikt an Warnsignale halten. In Kombination mit möglichst früh eingerichteten Sonderkredit- bzw. Sanierungsabteilungen ließen sich dieserart viele Unternehmen retten.

Auch für die Unternehmen gilt, vorsorgen hilft. Bis Sanierungsmaßnahmen greifen, braucht es Zeit und Geld. Beides sollte man schon vorab investieren. Am besten mit Hilfe von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Restrukturierungsansätzen, die über das gemeinhin geforderte Maß hinausgehen. Und das rechtzeitig. Das ist dann wirklich gut fürs Image.

MARKUS HACKSTEIN ist Senior Manager bei Syngroup – The Efficiency Consultants. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören Fortbestehensprognosen, Restrukturierungen, Sanierungen und Effizienzsteigerungen in direkten und indirekten Bereichen.

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