Interview – 11. Jul 2019
DIE LERNKURVE IN DER BRANCHE IST ÜBERAUS SPANNEND.
Herr Weingärtner, darf ich SIe fragen, was Sie studiert haben? Und würden Sie heute etwas anderes studieren?

Wirtschaftsingenieurwesen. Ich würde dasselbe studieren,wenn ich nochmals zurück könnte.

Da sind Sie ganz sicher?

Ich würde vielleicht ein bisschen andere Schwerpunkte setzen, aber grundsätzlich dasselbe studieren.

Wann und wie ist Ihr Wunsch entstanden, ins Consulting zu gehen? Was hat Sie an der Branche gereizt?

Schon während des Studiums war Consulting das große Thema bei meinen Kommilitonen, generell ist das eine sehr verbreitete Karrierewahl an dieser Universität in Karlsruhe. Außerdem habe ich schon während des Studiums ein Praktikum in einer Beratung gemacht.

Es war also klar.

Nicht unbedingt klar, aber es hat sich abgezeichnet, dass das eine Top-Option für mich ist. Der Reiz an der Branche? Sicher, dass die Arbeit abwechslungsreich ist, dass man eben nicht in einer Firma gefangen ist, sondern mit vielen Kunden, vielen Themen zu tun hat und natürlich viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennenlernt. Auch die Lernkurve in der Branche ist überaus spannend.

Wie hat sich die Lernkurve verändert, seit Sie begonnen haben?

Die ist natürlich am Anfang steiler, da geht es mehr um Inhaltliches und Fachliches. Und ab einem gewissen Level verschiebt sich die Entwicklung dann in Richtung Soft Skills, Führungsaufgaben, solche Sachen.

Michael Weingärtner, Senior Manager
Und warum Syngroup? Wer oder was hat Sie da überzeugt? Wie sind Sie hierher gekommen?

Hergekommen bin ich ganz klassisch über eine Anzeige bei einem der gängigen Jobportale. Überzeugt haben mich die insgesamt drei Interviews und ein Kennenlerntag, Schnuppertag heißt das hier. Überzeugt haben mich vor allem aber die Leute, mit denen ich in Kontakt war. Man hat sofort gespürt, dass die Firmenkultur sehr gut ist und der Umgang einfach amikal. Das ist mir sehr positiv aufgefallen und hat mich letztlich überzeugt, den Job anzunehmen.

Haben Sie vorher woanders gearbeitet?

Ich war vorher in einer deutschen Beratung, da war alles etwas kühler und distanzierter. Aber ich will da keine großen Schlüsse ziehen, ich habe vorher ja nur in einer einzigen anderen Beratung gearbeitet und kann nur das vergleichen.

Gibt es so etwas wie österreichische Besonderheiten?

Na ja, ich bin schon seit fast zehn Jahren in Wien, an manche Sachen gewöhnt man sich, an manche –  weniger. (lacht) Grundsätzlich ist es kein großer Kulturschock gewesen. Man lernt viele Begrifflichkeiten, auch wenn man diese vielleicht nicht aktiv verwendet, aber zumindest kann man sie verstehen. (lacht) Ich bin auf jeden Fall sehr gerne in Wien.

Was genau machen Sie eigentlich für die Syngroup?

Ich bin Projektleiter und für die Erreichung der Projektziele verantwortlich. Ich würde sagen, es teilt sich auf in 50 Prozent aktiver, inhaltlicher Arbeit direkt am Projekt, und 50 Prozent Managementaufgaben: das Team steuern, Aufgaben verteilen, mit den Kunden Projektfortschritte besprechen, Probleme lösen.

Das heißt, Sie sind Head eines Projektteams –

Genau, aber nicht nur verantwortlich für die erfolgreiche Abwicklung des Projekts, sondern eben auch für die inhaltliche Komponente.Dass man trotz einer Führungsrolle auch inhaltlich sehr tief im Projekt involviert ist und Workstreams selbst übernimmt, ist bei uns Part of the Game. Man kann nicht immer nur alles nur delegieren.

Wie schaut ein klassischer Arbeitstag, eine klassische Arbeitswoche bei Ihnen aus? Kann man so etwas überhaupt festmachen?

Die klassische Arbeitswoche verläuft wie in anderen Beratungen auch: Montags mit irgendeinem Verkehrsmittel irgendwohin. Das war für mich in den letzten drei Jahren primär das Flugzeug, wirklich an die hundert Mal. Irgendwann ist man dann beim Kunden, arbeitet die vereinbarten Projekteinhalte ab, schaut, dass alles programmgemäß verläuft und kümmert sich darum, dass es den Mitarbeitern gut geht und sie ihre Aufgaben vernünftig erledigen.

Üblicherweise gibt’s dann abends noch irgendein Alternativprogramm, ob das jetzt Sport ist, gemeinsam essen oder noch auf ein Bier gehen. Das  wiederholt sich dann bis Donnerstag und am späten Nachmittag geht’s wieder Richtung Flughafen und zurück nach Wien. Freitag ist man dann im Büro zur Konsolidierung, dann ist auch Zeit für interne Themen oder Schulungen.

Und darf ich fragen, an welchem Projekt sind Sie gerade dran?

Ich habe gerade ein umfangreiches Projekt bzw. eigentlich mehrere Projekte mit demselben Kunden zu Ende gebracht. Insgesamt waren das fünf Projekte über einen Zeitraum von drei Jahren mit wechselnden Teams, immer für denselben Kunden. Das war Bauwerk, ein Parkett-Hersteller aus der Schweiz. Am nächsten Montag bin ich dann bei einem anderen Kunden, Kunststoffverpackungen, Greiner Packaging International. Und da geht es jetzt mit neuen Themen los.

Sie haben es schon angesprochen. Die nächste Frage dreht sich um die Work-Life-Balance bzw. um den Work-Life-Flow, wie man jetzt angeblich bei Microsoft sagt. Was machen Sie zum Ausgleich?

Was ich in meiner Freizeit mache? Ich gehe laufen, ich esse gerne gut, treffe mich gern mit Freunden und meiner langjährigen Freundin. Die hätte ich vielleicht zuerst nennen sollen. (lacht)

Das war ja keine Wertung.

Ja, alles ohne Priorität.

Und geht sich das alles aus?

Das geht sich schon aus. Man muss natürlich grundsätzlich damit leben können, dass man von Montag bis Donnerstag unterwegs ist und man muss jedenfalls auch einen Partner, eine Partnerin haben, die dafür Verständnis hat. Weil in dem Job ist der kritische Faktor für die Work-Life-Balance weniger die tägliche Arbeitsbelastung, sondern das ständige Unterwegssein. Man ist jede Woche drei Nächte weg und da muss man sich gut organisieren, um sein Social Life, wie immer es auch ausschaut, in die anderen vier Tage reinzupacken. Das muss jedem klar sein, der sich für den Beruf entscheidet.

Gibt es Bereiche, in denen sie die Welt verändern möchten und wenn ja, wie sehen Sie die Chancen dabei?

Eher weniger und die Chancen dafür würde ich auch eher schlecht sehen. Wenn man die Welt verändern will, ist das nicht der richtige Job, würde ich ganz ehrlich sagen. Es ist Business, manchmal auch unschönes und härteres Business, es ist keine soziale Veranstaltung. Wenn man die Welt verbessern will, sollte man das in den vier Tagen zu Hause versuchen.

Ich wünsche mir von Syngroup:

Eine Perspektive, mich erfolgreich weiterzuentwickeln.

Beraterleben bedeutet:

Viel unterwegs sein.

Die wichtigste Eigenschaft eines guten Beraters/einer guten Beraterin ist:

Neugierde.

Einen guten Kunden zeichnet vor allem eines aus:

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und konstruktives Miteinander.

Meine größte Stärke ist:

Pragmatismus.

Meine Kollegen schätzen an mir vor allem:

Meine unkomplizierte Art.

Das Spannendste an internationalen Projekten ist:

Fremde oder ungewöhnlichere Dinge kennenzulernen – wenn man die Zeit dafür hat.

Der Syngroup-Claim „The Efficiency Consultants“ ist für mich:

Der Kern unserer Projektarbeit.